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Humidor Kaufberatung und Worauf Sie achten sollten

Wahrscheinlich haben Sie gerade in einer Suchmaschine nach einer Humidor Kaufberatung oder nach irgendwelchen Tests gesucht und sind nun auf diese Seite gestoßen. Ich möchte Sie nicht nur beraten, sondern auch davor warnen, falsch beraten zu werden. Es gibt im Internet leider immer mal wieder solche Vergleichs- oder Testseiten, welche einem irgendwelche Produkte unter die Nase reiben, welche Sie kaufen sollen. Es gibt dann Testsieger, welche beworben werden, obwohl nicht wirklich getestet wurde, zumindest nicht so ausgiebig wie z.B. bei Stiftung Warentest.

Bei meiner Webseite handelt es sich nicht um eine typische Vergleichsseite, sondern sie beinhaltet auch umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Humidor, Zigarren und alles was dazu gehört. Da ich selber Zigarren rauche und sie auch u.a. in einem Humidor eingelagert habe, weiß ich wie wichtig es ist, die kostbaren Stücke vor dem Austrocknen oder vor dem Verschimmeln zu bewahren. Ich möchte Ihnen daher auch keinen Humidor unter die Nase reiben, den sie unbedingt kaufen sollen, sondern viel mehr möchte ich erreichen,  dass sie sich zunächst selbst informieren und lernen, wie das so mit richtigen Lagerung ihrer Zigarren eigentlich funktioniert. Mit dem nötigen Wissen sollten Sie dann auch selbst entscheiden können, was gut und was schlecht ist und welchen Humidor Sie letztendlich kaufen sollen. Wenn Sie sich genug informiert haben, können Sie sich mein Vergleiche anschauen. Diese sind unterteilt in verschiedene Kapazitäten und jeder einzelne Humidor wurde von mir völlig neutral bewertet.

Humidor Kaufberatung

Weiterhin möchte ich Ihnen Informationen mit auf den Weg geben, damit Sie sich bei einer Humidor Kaufberatung, z.B. in einem Geschäft , nicht falsch beraten lassen. Allerdings ist mir kein Fall bekannt, wo in einem Zigarrengeschäft ein schlechter Humidor verkauft wurde. Zumindest nicht hier in Deutschland. In der Regel wird man in solchen Fachgeschäften immer kompetent beraten. Wird der Humidor in einem Kiosk angeboten, der neben Zeitschriften und anderen Tabakprodukten auch eine Auswahl an Zigarren hat, würde ich mich vom Verkäufer nicht unbedingt beraten lassen.

Sollten sie hier im Internet auf eine Webseite gestoßen sein, welche vorgibt Humidore getestet zu haben, dann kann ich ihnen jetzt schon sagen, dass das alles Quatsch ist. Der Betreiber dieser Seite wird nicht die Möglichkeit haben, so viele Humidore zu testen. So ein Test nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und jedes Ergebnis dürfte, aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten, auch immer anders ausfallen. Daher sind Humidor Tests nicht wirklich aussagekräftig. Entscheidend ist dann ganz klar die Anfertigung des Humidors, das Material, der Hersteller und ggf. Erfahrungsberichte und zwar nicht die Amazon-Erfahrungsberichte, sondern die Erfahrungsberichte, welche man auf einschlägigen Zigarren-Communityseiten findet, wo sich Zigarrenfans untereinander austauschen.

Also worauf kommt es an? Worauf sollten Sie achten, bevor Sie sich einen Humidor kaufen? Gehen wir mal Schritt für Schritt durch, worauf Sie beim Kauf eines Humidors achten sollten.

Eine „ehrliche“ Humidor Kaufberatung ist wichtig!

Sie selber können ganz schnell feststellen, ob die Humidor Kaufberatung, welche Sie erhalten, ehrlich ist oder nur darauf abzielt, Ihnen etwas zu verkaufen. Ob Sie im Internet stöbern oder in ein Geschäft gehen; lassen Sie sich niemals einen Humidor „aufschwatzen“, obwohl der Verkäufer noch nicht einmal Ihre Rauchgewohnheiten kennt oder erfragt hat. Damit geht es nämlich schon mal los. Schauen wir uns also mal an, worauf es ankommt und was Sie sich selbt erstmal fragen sollten:

  1. Wie oft rauchen Sie Zigarren?
  2. Sind sie eher der Gelegenheitsraucher oder rauchen Sie jeden Tag?
  3. Wieviele Zigarren möchten Sie lagern?
  4. Kaufen Sie sich auch ganze Zigarrenkisten, also Cabinetkisten?
  5. Wie lange möchten Sie die Zigarren lagern?
  6. Wieviel sind Sie bereit, für einen Humidor auszugeben?
  7. Besitzen Sie bereits einen Humidor?
  8. Seit wann rauchen Sie Zigarren?

Schauen Sie sich mal die Fragen genauer an und versuchen Sie, die Fragen für sich selbst zu beantworten. Lassen Sie sich dabei Zeit und notieren Sie sich die Antworten. Im Grunde genommen beantworten Sie selbst schon Ihre Frage, welchen Humidor Sie tatsächlich benötigen und wie groß er sein sollte.

Fangen wir mal bei der Größe des Humidors an. Dazu gibt es eine ganz leichte Rechenaufgabe und Sie wissen schon mal, wieviele Zigarren in Ihren neuen Humidor passen müssen.

Wie groß muss Ihr Humidor sein?

Diese Frage können Sie sich ganz leicht selber beantworten, ohne eine Humidor Kaufberatung in Anspruch zu nehmen. Rechnen Sie zunächst zusammen, wie häufig sie wohl in den Genuss kommen, einer Ihrer Zigarren zu rauchen. Wenn Sie z.B. wissen, dass Sie im Jahr ca. 20 Zigarren rauchen, sind Sie eher der Gelegenheitsraucher. Sie können also vorhersagen, dass sie ca. 20 Zigarren lagern möchten. Als Faustformel wählen Sie nun die Anzahl der Zigarren, die Sie ungefähr lagern möchten und nehmen die Anzahl x 3. Sie kommen also auf ca. 60 Zigarren. Sie sollten also nach Humidoren ausschau halten, welche ungefähr die Kapazität von 60 Zigarren haben.

Wenn Sie jetzt schon wissen, dass Sie viel mehr Zigarren rauchen werden, dann können Sie sich auch gleich nach größeren Humidoren, wenn nicht sogar Humidorschränken, umsehen. Erfragen Sie sich also auch, ob Sie einzelne Zigarren lagern wollen oder ganze Zigarrenschachteln. Viele werden später auch Cabinetkisten lagern und dazu sollten Sie sich einen Humidor kaufen, in welchen auch solche Kisten passen.

Wenn Sie eher nur zu bestimmten Anlässen eine Zigarre rauchen und auch gar nicht vorhaben, Zigarren für längere Zeit zu lagern, reicht ein kleiner Humidor für bis zu 20 Zigarren. Dann sollte man eventuell auch darüber nachdenken, ob man ein Humidor Befeuchter und ein Hygrometer benötigt. Sollte Ihnen eine Humidor Kaufberatung dennoch einen großen Humidor empfehlen, dann liegt das an der Erfahrung. Denn viele Aficionados haben klein angefangen und mussten relativ schnell feststellen, dass der erste Humidor dann doch viel zu klein war. Der nächste sollte dann deutlich größer sein.

Aus was sollte der Humidor bestehen?

Bei der Verarbeitung des Humidors sollten Sie beachten, wohin Sie ihr gutes Stück stellen wollen. Zu empfehlen sind immer Humidore mit Deckel ohne Sichtfenster. Denn auch Sonnenstrahlen, die reflektiert werden, können den Humidor selbstverständlich aufheizen, was sich negativ auf die Luftfeuchtigkeit im Humidor auswirkt. Wenn Sie ihren Humidor  an einen Ort stellen, wo keine Sonnenstrahlen ankommen, geht natürlich auch ein Humidor mit Sichtfenster. Es gibt auch Humidore, die in einen Tisch mit einer oben aufliegenden Glasplatte eingebaut sind. Solche speziell angefertigten Humidore verfügen in der Regel über ein gutes Befeuchtungs- und ggf. auch Belüftungssystem. Da ist es dann auch nicht schlimm, wenn der Humidor mal ein paar Sonnenstrahlen abbekommt.

Wichtig ist letztendlich, dass der Humidor nicht ständig direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, denn nicht nur die Luftfeuchte muß im Humidor passen, sondern auch die Temperatur, welche optimaler Weise zwischen 18 – 21 Grad liegen sollte. Die Gefahr von Pilzbefall und Schimmelbildung ist recht hoch, wenn es zu warm und zu feucht im Humidor wird. Da hilft dann auch kein Hightech-Befeuchtungssystem.

Aus welchem Material der Humidor sein sollte, lässt sich ziemlich leicht beantworten. Das Material darf keine Eigengerüche von sich geben und es darf sich bei Feuchtigkeit nicht ausdehnen oder zusammenziehen. Der Humidor kann demnach aus Holz (vorzugsweise ein Edelholz wie Sapeli- oder Mahagoniholz), Stein, Metall oder auch Kunststoff sein. Zur besseren Regulierung der Luftfeuchtigkeit eignet sich spanisches Zedernholz sehr gut und wird daher recht häufig in Humidoren verbaut. Der Humidor sollte aber nicht komplett aus Cedro bestehen, sondern lediglich im Innenbereich damit ausgekleidet sein. Heutzutage gibt es allerdings selbstregulierende Befeuchtungssysteme, so genannte aktive Befeuchter, welche das Zedernholz im Grunde genommen unnötig machen. Allerdings harmoniert Cedro sehr gut mit den Aromen der Zigarre und Cedro nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie auch wieder ab. Das heisst Zedernholz hilft auch bei der Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Daher berücksichtige ich bei den Vergleichen auch, ob Zedernholz verbaut wurde oder nicht. Cedro ist aber längst nicht mehr so wichtig, wie es früher mal der Fall war.

Brauchen Sie ein Befeuchtungssystem und ein Hygrometer?

Humidor

Humidor ohne Sichtfenster mit Befeuchter und Hygromter

Wenn Sie wissen, dass Sie Zigarren auch längere Zeit lagern möchten, dann sollte unbedingt ein geeignetes Befeuchtungssystem im Humidor enthalten sein. Hier empfehlen wir Ihnen, sich entweder für ein Acrylpolymer basierenden Humidor Befeuchter zu entscheiden oder für einen elektronischen Befeuchter. Sie können aber auch Zwei-Wege-Befeuchter oder sogenannte Beads einsetzen, die bei den Aficionados immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Nicht zu empfehlen sind alte Befeuchter, welche mittels eines Schwamms betrieben werden. Mehr Informationen zu Befeuchtungssystemen finden sie in unserem Artikel über Humidor Befeuchter. Wenn Sie sich für einen Befeuchter entschieden haben, benötigen Sie eventuell ein Hygrometer. Hier können wir Ihnen ebenfalls ans Herz legen, sich für ein Synthetikhaarhygrometer oder digitales Hygrometer zu entscheiden. Die digitalen Hygrometer zeigen zudem noch die Temperatur im Humidor an, welche ebenfalls stimmen sollte. Bei einem elektronischen Befeuchter benötigen Sie kein Hygrometer. In jedem Fall sollte das Hygrometer kalibrierbar sein. Eine gute Humidor Kaufberatung wird Ihnen dazu einiges erzählen können oder sie schauen mal hier vorbei: So kalibriere ich mein Humidor Hygrometer richtig.

Meine Empfehlung für die perfekte Lagerung Ihrer Zigarren im Überblick:

Für die perfekte Lagerung Ihrer Zigarren wählen Sie einen Humidor, der das dreifache an Zigarren lagern kann, welche Sie eigentlich lagern möchten. Sofern möglich, einen Humidor ohne Sichtfenster. Ansonsten immer darauf achten, dass der Humidor nicht in der prallen Sonne steht oder Sonnenreflexionen ausgesetzt ist. Stellen Sie sicher, dass der Humidor aus einem geeigneten Material besteht. In den meisten Fällen bestehen Humidore aus mitteldichten Holzfaserplatten und sind innen mit spanischen Zedernholz ausgekleidet. Das ist soweit ok, allerdings besteht bei mdf Holz immer die Gefahr, dass der Humidor irgendwann anfängt zu müffeln. Daher empfehlen wir ein Material wie Sapeli- oder Mahagoniholz oder andere Materialien, welche keine Eigengerüche von sich geben. Solche Humidore finden Sie z.B. auf humidorbau.de oder auf schwaben-humidor.de , sind aber weitaus teurer. Zedernholz ist eine feine Sache, muss aber heutzutage auch nicht mehr unbedingt verbaut sein. Möchten sie ganze Zigarrenkisten lagern, haben aber nicht das nötige Geld für einen großen Humidor bzw. einen Humidorschrank, gibt es die Möglichkeit, die Kisten in einer Plastikbox einzulagern. Sieht zwar nicht schön aus, wird auch relativ häufig so gemacht. Hier reicht dann auch ein Boveda-Befeuchterpäckchen, was man mit in die Plastikbox legt und sind die Zigarren generell schon gut konditioniert, hält diese variante ewig, da Plastikboxen in der Regel luftdicht verschließbar sind. Es darf nur nicht zu feucht werden. Daher ein Hygrometer mit in die Plastikbox legen und ist alles im grünen Bereich, kann man seine Zigarren so auch für längere Zeit einlagern und reifen lassen.

Noch ein Tipp zur Humidor Kaufberatung:

Die Zigarren sollten niemals direkt unter dem Humidor Befeuchter gelegt werden. Achten Sie also auch darauf, dass genug Platz zwischen Befeuchter und Zigarre liegt. Der Befeuchter ist meist an der Innenseite des Deckels angebracht. Ideal wäre ein Humidor, welchen man mit Zwischenböden ausstatten kann. Bei der Humidor Kaufberatung , sofern Sie sich in einem Geschäft beraten lassen, unbedingt darauf achten. Liegen die Zigarren zu dicht am Befeuchter, besteht die Gefahr des Schimmel- bzw. des Pilzbefalles.

Eigene Erfahrungen:

Mein erster Humidor hatte eine Kapazität von ca. 20 Zigarren. Anfänglich hatte ich zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Zigarren gelagert. Das lag auch daran, dass ich viel getestet habe. D.h. ich habe mir ein paar Zigarren gekauft und sie in der Regel innerhalb kürzester Zeit geraucht. Natürlich kommt es auch auf den Geldbeutel drauf an. Meine Vorliebe gilt den kubanischen Zigarren und die kosten in der Regel etwas mehr aber da mein Geld auch nur begrenz vorhanden ist, kann ich mir nicht jede Woche Zigarren kaufen und schon gar nicht in größeren Mengen. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass ich mir z.B. 10 Zigarren kaufe, diese nach und nach verköstige, bis keine mehr da sind und mir erst dann wieder neue kaufe, sobald ich wieder flüssig bin. Jetzt muss man aber aufpassen. Es gibt natürlich auch kostengünstigere Zigarren und verfällt man erst mal in einen Kaufrausch, könnte plötzlich der Humidor voll sein. Mittlerweile habe ich einen Humidor für ca. 40 – 50 Zigarren. In soweit nicht schlecht und ganz sicher für meinen Zigarrenkonsum völlig ausreichend. Jetzt habe ich aber letztens die letzten Partagas No. 5 mit samt 25er Kabinetkiste aus meinem heimischen Zigarrenladen aufgekauft und hätte sie gerne in meinem Humidor mit Kabinetkiste gelagert. Mööööp, passt nicht. Also alle Zigarren raus und einzeln in den Humidor gelegt. Hier hätte ich mir gewünscht, vielleicht einen Humidorschrank zu besitzen, um halt auch mal die eine oder andere Kabinetkiste einlagern zu können. Für mich bedeutet es, dass ich mir irgendwann einen kleinen Zigarrenschrank kaufen werde, in dem ich auch Zigarrenkisten lagern kann. Hätte ich das früher geahnt und vielleicht eine Humidor Kaufberatung in Anspruch genommen, hätte ich mir gleich einen großen Humidor, wenn nicht sogar Humidorschrank, gekauft.

Es gibt natürlich auch Aficionados, welche ihre Cabinetkisten, wie schon erwähnt, in große Plastikboxen einlagern. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich finde es jedenfalls nicht angebracht, Zigarren, welche in der Regel handgemacht sind und eine gewisse Wertschätzung verdienen, in eine Tupperbox zu lagern. Das sieht nicht nur doof aus, sondern ist für meinem Empfinden und rein von der Wertschätzung her, kein respektvoller Umgang mit den Zigarren. Daher werde ich meine Zigarren immer in einem ansehnlichen Behältnis lagern. Und seien wir mal ehrlich. Die Leute, die ihre ganzen Zigarrenkisten in eine Tupperbox einlagern, sind meines Erachtens einfach zu geizig, sich einen passenden Humidor anzuschaffen. Wer sich ganze Zigarrenkisten leisten kann, hat auch das nötige Kleingeld, sich einen größeren Humidor zuzulegen und die sind teilweise sogar günstiger als eine Kiste Zigarren.

Anders sieht es natürlich aus, wenn man in den Urlaub fährt. Möchte man im Urlaub seine eigenen Zigarren von zu Hause rauchen, reicht für die paar Tage auch mal die Tupperbox aus.

Wie sie letztendendes ihre Zigarren lagern möchten, ist ihnen überlassen.

Überlegen Sie sich also, wie Ihr Zigarrenkonsum in Zukunft aussehen könnte und ob Sie vielleicht auch zu der Sorte Aficionado gehören, die auch mal mehr als nur 10 Zigarren kaufen werden, vielleicht sogar ganze Cabinetkisten. Entscheiden sie sich also für die richtige Größe und wenn es doch eine Plastikbox werden soll, dann soll es so sein.

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